Turpan, 吐鲁番, tǔ lǔ fān

Heute wollte ich einen Ausflug nach Turpan machen. Eigentlich wollte ich nur zwei Dinge sehen, das Emin Minarett (额敏塔) und die Jiaohe-Ruinen (交河古城). It wasn't meant to be. Aeh... es sollte nicht sein. Ich war naemlich zu faul, mit dem oeffentlichen Bus nach Turpan zu fahren und dort auf eigene Faust zu meinen beiden Zielen zu gehen. Ich dachte, es waere vielleicht ein bisschen bequemer einen Tagesausflug zu buchen, so wie ich es am Vortag mit dem Himmelsteich (天池) gemacht hatte. Transport hin und zurueck und Eintrittsgelder sind im Preis enthalten. Und man muss sich um nichts kuemmern. Leider heisst das auch, dass man kaum Freiheit hat. Wenn man dann noch wie selbstverstaendlich annimmt, dass die gewuenschten Ziele mit im Tagesprogramm enthalten sind, weil sie ja an erster Stelle im Reisefuehrer stehen, dann kann man leicht enttaeuscht werden. Ja, ich haette ja fragen koennen, wo ich eigentlich hingekarrt werde, wenn ich den Ausflug nach Turpan buche. Dass ein paar Touristenverkaufslaeden mit dabei sind, habe ich erwartet und in Kauf genommen. Dass deren Zahl die Zahl der eigentlichen Sehenswuerdigkeiten uebertrifft nicht. Dass ich kein einziges meiner beiden Wunschziele sehen wuerde hat mich teils veraergert teils enttaeuscht. Aber ich war ja selbst schuld. Ich meine, ich haette es wirklich wissen muessen. Wir waren statt dessen in zwei Weingaerten und zu einer Folkloreauffuehrung von uighurischen Taenzen und Musik. Leider waren die Musiker und Taenzerinnen just heute verhindert. Wir durften uns also setzen, Weintrauben und Wassermelonen naschen und darauf warten, dass die Folkloristen nicht kommen. Eine total bescheuerte Situation. Warum kann man sowas nicht vorher klaeren und diesen Programmpunkt einfach ausfallen lassen. Zudem hatten wir uns gerade fuenf Minuten zuvor die Baeuche mit Weintrauben und Wassermelone gefuellt - in einem Weingarten mit Rosinenverkauf. Sieben Euro das Kilo. Meine Mitfahrer haben sich mit einigen Kilos eingedeckt.
Und dann war da noch die Sehenswuerdigkeit, bei der leider nur Zeit fuer die Eingangshalle war. Eine Mischung aus Museum und Schnickschnack-Tineff-Kaufhalle.Zur alten Stadtmauer von Gaochang (高昌), dem einstmaligen Zentrum des uigurischen Reiches haette man zu Fuss, auf einem Eselskarren oder auf einem Kamel erreichen koennen. Leider reichte dafuer die Zeit nicht.
Das einzige was mich entschaedigt hat fuer diesen Reinfall war ein kleines Wuestenoertchen, in dem ich ein paar Fotos machen konnte:









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